Über uns

Wie wird man Freimaurer?

Menschenliebe, Toleranz und der Wunsch, an sich selbst zu arbeiten – das verbindet jene, die zu uns finden. Erfahren Sie, wer Freimaurer werden kann und wie der gemeinsame Weg beginnt.

Voraussetzungen

Wer kann Freimaurer werden?

Um Freimaurer zu werden, muss man ein »freier Mann von gutem Ruf« sein. Damit ist ein unbescholtener Mann mit einem Mindestalter von 18 Jahren gemeint, der über seine Handlungen frei entscheiden kann.

Man steht mit beiden Beinen fest im Berufsleben, hat eventuell schon eine Familie gegründet und dann stellt sich irgendwann die Frage: Und jetzt? War es das? Wie geht das Leben weiter? Das kann doch nicht alles gewesen sein. Was kann ich noch tun in meinem Leben? Wie kann ich meinem Leben mehr Sinn geben? Viele Suchende stellen sich diese oder ähnliche Fragen.

WARUM WERDEN MÄNNER FREIMAURER?

„Mozart soll Freimaurer geworden sein,
um der Geselligkeit willen.“

Geist, Gemüt und Geselligkeit sind drei wichtige Pfeiler des freimaurerischen Lebens – die Gründe, die Männer zu uns führen, sind so verschieden wie die Menschen selbst.

Doch es kommen auch Suchende zu uns, die sich für Geschichte oder Philosophie interessieren, die die Vorträge und die freimaurerische Art der Diskussion schätzen, die sich dem humanitären Aspekt der Freimaurerei widmen möchten oder die sich für die uralte Symbolik unseres Mysterienbundes interessieren.

Allen gemeinsam ist aber eines: Menschenliebe, Toleranz und Interesse an geistigem Austausch.

Das Geheimnis

Ein Mysterienbund

Historische Darstellung einer freimaurerischen Initiationszeremonie
Historische Darstellung einer freimaurerischen Initiationszeremonie um 1800. Die Zeremonie symbolisiert den Übergang des Suchenden in die Gemeinschaft der Freimaurer und beinhaltet alte Rituale und Symbole.
Bildquelle: Wikimedia Commons / Gemeinfrei (Urheber anonym, Urheberrecht abgelaufen)

Die Freimaurerei ist ein Mysterienbund – und ja: Manche Männer finden zu uns, weil sie das Geheimnisvolle anzieht, das die Freimaurerei seit Jahrhunderten umgibt.

Das eigentliche Geheimnis der Freimaurerei ist jedoch kein verborgenes Wissen, das man verraten könnte. Es ist das persönliche Erlebnis des Rituals: die Aufnahme, die uralten Symbole, der Tempel. Man kann darüber lesen, so viel man will – erfahren kann man es nur selbst.

Wer diesen Weg geht, erlebt etwas, das sich nicht in Worte fassen lässt. Genau darin liegt seit über 300 Jahren die stille Anziehungskraft unseres Bundes.

Der Weg

In vier Schritten zu uns

01
Kontaktaufnahme

Eine kurze Nachricht mit Namen und Anschrift genügt – sie zeigt uns, dass Ihr Interesse aufrichtig ist.

02
Persönliches Kennenlernen

In einem persönlichen Gespräch mit einem Bruder unserer Loge entsteht ein erster gegenseitiger Eindruck.

03
Gästeabende

Sie werden zu einem Gästeabend mit Vortrag und Diskussion eingeladen – ein offener Blick in unser Logenleben.

04
Aufnahme

Aus gegenseitigem Vertrauen wächst über Monate der Weg in den Bund der Freimaurer.

Ein Lebensbund

„Man wird nicht über Nacht Freimaurer — es ist ein Weg, der Zeit und Vertrauen braucht.“

Zwischen dem ersten Kontakt und der Aufnahme liegen üblicherweise sechs bis zwölf Monate. Vertrauen wächst nicht über Nacht. Wir möchten Sie kennenlernen, und Sie sollen uns kennenlernen – ohne Eile, ohne Verpflichtung. 

Auch wenn wir ein Verein sind, aus dem man jederzeit wieder austreten kann, ist es doch Sinn der Freimaurerei, einen Lebensbund zu schließen.

Gut zu wissen

Drei Dinge, die Sie wissen sollten

01

Zeit, die Vertrauen schafft

Die Freimaurerei fordert keinen übergroßen zeitlichen Einsatz, wohl aber einen beständigen. Freimaurerei lebt vom Vertrauen unter Brüdern, und Vertrauen wächst nur, wo man sich immer wieder begegnet. Einem, der selten kommt, kann man schwer nahe sein. Darum gilt bei uns: einen Fernunterricht gibt es nicht.

02

Mehr als ein Männerbund

Unser Bund bleibt den Frauen verschlossen, doch sie sind uns keineswegs fern – wir achten und verehren sie. Mit gemeinsamen Veranstaltungen wie Grillfest, weihnachtliches Kaffeetrinken und das jährliche Schwesternfest, holen wir die Partnerinnen und Familien ins Logenleben. 

03

Das Profane
zuletzt

Freimaurerei kostet keinen Reichtum, aber sie will getragen sein. Wie jeder Verein zahlen wir Miete, Strom und Wasser. Der Mitgliedsbeitrag beträgt darum 50 € im Monat, hinzu kommt beim Eintritt eine geringe Aufnahmegebühr.

Ein Bruder berichtet

Mein Weg in die Loge

Auch ich war einmal ein Suchender – vor über zwanzig Jahren, mit ganz eigenen Erwartungen. Ich war Mitte 30, beruflich gefestigt, verheiratet, zwei Kinder. Und doch stellte sich mir die Frage: „War es das nun? Was kommt noch im Leben?“

Kennen Sie die alte Sparkassen-Werbung, in der sich zwei Freunde mit „mein Haus, mein Auto, mein Boot“ übertrumpfen? So ähnlich ging es mir: noch ein Haus, noch ein Auto – das kann es doch nicht sein. Ich wusste nicht genau, was ich suchte, aber ich spürte, dass mir etwas fehlte: vielleicht ein tieferer Sinn.

Eine Fernsehdokumentation über die Freimaurerei und ihre Werte weckte mein Interesse. Ich wusste nicht, was mich erwartete, aber ich nahm Kontakt zur Loge hier in Pirmasens auf, traf den Meister vom Stuhl und wurde zu Gästeabenden eingeladen.

Was ich dort erlebte, war mir fremd, faszinierend und zu Beginn ein wenig einschüchternd. Vor allem aber sah ich Männer, die respektvoll und tolerant miteinander umgingen: die einander aussprechen ließen – wie es heute längst nicht mehr überall üblich ist. Ich fühlte mich geborgen und verstanden.

Da wurde mir bewusst, was ich eigentlich gesucht hatte: Menschen, mit denen ich über alles reden kann, auf deren Verschwiegenheit ich mich verlassen kann, die respektvoll miteinander umgehen und die mich so nehmen, wie ich bin. Das war der Zeitpunkt, an dem ich um einen Aufnahmeantrag gebeten habe.

— Aus einem Vortrag eines Bruders unserer Loge

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Wir freuen uns über jede aufrichtige Anfrage. Schreiben Sie uns – unverbindlich und vertraulich.

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